Unsere Tipps für den August

Leuchtendes Farbenmeer für den Herbst

Auch wenn sich der Sommer verabschiedet, auf Balkon und Terrasse bieten noch vier lange Monate alles auf, um uns weiter zu erfreuen. Mit toller Farbenpracht verlocken Herbstblumen wie Chrysanthemen, Astern, Heide oder Alpenveilchen und attraktive Gräser zum Bepflanzen von Schalen, Balkonkästen oder Beeten.

Mit sonnigen Tagen, klaren Nächten, reiner Luft und herrlich aromatischen Düften beginnt eine Zeit, die viele Genießer als die beste des Jahres bezeichnen. Überraschend reichhaltig ist die Auswahl an pflegeleichten Pflanzen und zauberhaften Farben. Die grellen Töne weichen den sanften, charaktervollen. In unseren Gartencentern warten prachtvolle Topfchrysanthemen mit dicken Kugeln aus Hunderten von Blüten auf Liebhaber, auch dunkelblauer oder weißer Herbstenzian, himmelblaue, blaue, violette oder weiße Kissenastern und exotischer Zierkohl.

Doch das sind längst nicht alle Attraktionen. „Herbstzauber“, so heißt das Motto für eine Fülle von ungewöhnlichen frostbeständigen Spätblühern, Bodendeckern und Ziergräsern. Fantasievolle Herbstschalen, Kästen und Gefäße sowie haltbare Winterdekorationen für die zweite Balkonsaison lassen sich daraus mit wenig Aufwand gestalten. Auffällige Schönheiten mit bronze-grün, später leuchtendrot gefärbten Blättern sind dabei die Rubin-Bergenien und die vielen Ziersalbei-Sorten. Herbstblühende Stauden, die man jahrelang nutzen kann, sind zum Beispiel die Fetthennen (Sedum-Hybriden) mit großen schirmförmigen rosa oder dunkelroten Blütenkissen. Auf ihnen finden sich besonders gerne bunte Schmetterlinge zum Nektartanken ein. Ein Vorteil dieser Stauden ist, dass viele von ihnen überwintern und im Frühjahr wieder austreiben. Wer will, kann sie dann als Bereicherung des Staudenbeetes im Garten auspflanzen.

Zauberhafte Gräser
Dazu passen allerlei Gräser mit buntgefärbten Blättern oder interessant gestalteten Ähren wie dem dunkelroten Lampenputzergras Pennisetum setaceum „Rubrum“, der gelb-grünblättrigen Buntsegge Carex „Evergold“ oder dem australischen Lampenputzergras Pennisetum alopecuroides „Little Bunny“ mit seinen puscheligen, an Hasenschwänzchen erinnernden Blütenähren. Überzuckert mit Raureif oder Schnee sehen sie zwischen Heide, Kleingehölzen oder Kräutern besonders ansprechend aus. Mit besonderer Farbenpracht prunkt das Japanische Flammengras „Red Baron“ mit seinen tiefroten Blättern.

Die große Zeit der Astern

Naturliebhaber eilen jetzt ins Gartencenter, denn Ende des Sommers ist Pflanzzeit für Astern, die es vorgezogen in Töpfen gibt. Jetzt kann man Farben und Wuchscharakter am besten beurteilen, und die schönsten Sorten sind schnell vergriffen.

Grundsätzlich unterscheidet der Gärtner zwischen den besonders prächtigen einjährigen Sommerastern (Callistephus chinensis), die man jedes Jahr neu aussät und pflanzt und den ausdauernden Staudenastern (botanisch Aster). Diese müssen erst dann geteilt und an eine neue Stelle umgesetzt werden, wenn sie sich an ihrem sonnigen oder halbschattigen Platz übermäßig drängen und Krankheiten wie der Echte Mehltau immer häufiger auftreten.

Mit den Alpenastern (Aster alpinus) beginnt ihr Blütenreigen schon ab Mai, um über Sommer blühend mit den populären Frikartsastern (Aster x frikarti), den gelben Goldastern (Aster linosyris) und den zierlichen halbhohen blauen Sternenastern (Aster sedifolius) den Anschluss an die große Zahl der Herbstastern zu finden. Deren wichtigste Gruppen sind die 25 – 40 cm niedrigen bodendeckend wachsenden Kissenastern (Aster dumosus), außerdem  mit horstigen, nicht wucherndem Wuchs die ca. 80 cm hohen Raublattastern (Aster novae-angliae, nicht empfindlich  gegen Mehltau), die ähnlichen, 70 – 100 cm hohen, aber Mehltau-anfälligen Glattblattastern (Aster novi-belgii) und die immer beliebteren, zierlichen Myrten- oder Erika-Astern (Aster ericoides) mit vielen feinen Blüten in weiß, rosa und zartviolett. Für Herbststräuße aus dem Bauerngarten sind diese robusten Stauden unentbehrlich, die unter Floristen „Septemberkraut“ heißen. Dann gibt es noch die sogenannten Winterastern (Dendranthema-Hybriden), die eigentlich Chrysanthemen sind und mit einem ganz anderen Farbspektrum in gelb, leuchtendem braunrot, weiß und violett aufwarten.

Einjährige Lückenfüller
Auf sonnigen oder halbschattigen Beeten stehen jetzt die Sommerastern (Callistephus chinensis) in voller Blüte. Ihr Wuchs ist bei neuen Sorten schon kurz über dem Boden verzweigt, so dass man sich an einem ganzen Bukett von farbenprächtigen Blüten erfreuen kann. Sommerastern passen gut in Bauerngärten und in die Vase, wo sie sich lange halten. Naturfreunde bevorzugen die einfachen, ungefüllten Chinaastern (z.B. „Madeleine“), denn anstelle von vielen Blütenblättern halten sie ein reiches Angebot an Nektar für die Insektenwelt bereit.

Zum Bauerngarten passen die dicht gefüllten Prinzess-Astern (z.B. „Resistente riesen Prinzess Mischung“, ca. 75 cm hoch, Sperli), auch die altmodischen Pompon-Astern mit vielen dichtgefüllen Blüten (z.B. „Nekita“, Mischung, Höhe 60 cm, Kiepenkerl). Eher  elegant präsentieren sich dagegen reichblühende Strahlen-Astern (z.B. „Harz-Mischung“, Höhe 60 – 70 cm). Sie sind etwas Besonderes mit ihren riesigen, spritzigen und elegant genadelten Blütenblättern.

Der Spätsommer

Die Tage werden ganz allmählich kürzer und der Spätsommer kündigt sich in den letzten Wochen mit unbeständigem und kühlerem Wetter an.

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass auch die Gartensaison zu Ende ist! Im Gegenteil: Jetzt zeigt sich der Garten noch einmal in seiner ganzen Farbenpracht, wenn die Spätsommer- und Herbststauden ihre Blüten öffnen und sich Gehölze und Gräser bald goldgelb und rotbraun verfärben.

Die exotisch anmutende Lampionblume (Physalis alkekengi var. franchetii) zeigt sich  in den kommenden Wochen  mit  ihren  orangeroten Fruchthülsen von ihrer schönsten Seite, die tatsächlich an Papierlampions erinnern.

Attraktive Hingucker sind außerdem Herbstanemonen (Anemone hupehensis) und Astern, die je nach Sorte von weiß über rosa bis hin zu blauviolett blühen.

Sehr empfehlenswert ist auch die Sonnenbraut (Helenium):
Diese Staude wurde von den deutschen Staudengärtnern 2008 zur Staude des Jahres gekürt. Ihre Blüten erinnern an kleine Sonnen in warmen Gelb-, Rot- oder Braun-Tönen. Sie verbreiten Leuchtkraft und Fröhlichkeit in jeder Staudenrabatte. Die Staude liebte einen vollsonnigen, jedoch nicht zu trockenen Standort.

Für Leuchtkraft in Kästen und Kübeln sorgen jetzt Chrysanthemen, im Garten sind es Prachtspiere (Astilbe) und auch Staudensonnenblumen (Helianthus), auf die sie nicht verzichten sollten.

Auch filigrane Federgräser passen sehr schön in diese Zeit: Das Federgras (Stipa) ist sehr anmutig und elegant, denn es hat schmale, manchmal apart überhängende Halme.  Es gedeiht am besten an einem sonnigen Standort, an dem es vom Wind umspielt wird. Die Ähren sind locker-leicht und verstärken den anmutigen Eindruck. Manche haben schöne lange, im Sonnenlicht silbrig glänzende Grannen, die sich leicht im Wind hin und her bewegen.

Je nach Art sind die Gräser nur etwa 30 Zentimeter hoch, doch mit den zarten Blütenhalmen können manche Federgräser eine Höhe von 80 Zentimetern oder mehr erreichen.

In letzter Zeit besonders beliebt ist das Mädchenhaargras (Stipa tenuissima). Es handelt sich um ein zierliches Horstgras mit sehr feinem, hellgrünem und überhängendem Laub. Es erinnert an eine seidige, wogende Wolke. Die fedrigen, nickenden Rispen mit kurzen Grannen blühen von Juni bis August erst sibrig-grün, dann gelb.

Auch das Riesenschilf, z.B. Miscanthus sinensis Graziella, sollten Sie in Ihrer Gartenplanung berücksichtigen: die hoch über dem Laub stehenden Blütenstände öffnen sich Ende August - Anfang September. Im Spätherbst färbt sich das Gras kupfrig.  So bietet das Gras mit dem Kontrast der silbernen Saatstände einen tollen Effekt.

Wenn Sie noch weitere Tipps für Ihren spätsommerlichen Staudengarten benötigen: Wir beraten Sie gerne!

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